Balance

Das Wort Stress hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil unseres Wortschatzes und unseres Alltagslebens entwickelt. Wer keinen Stress hat, gilt schnell als faul und antriebslos. Negativer Stress entsteht immer da, wo der Mensch Dinge tut, die ihm und seinem ureigenen Rhythmus nicht entsprechen. Wir haben auf vielen Gebieten verlernt, unserem inneren Kompass zu vertrauen. Eine große Anzahl an Menschen findet keinen Ausgleich mehr, sondern lenkt sich in ihrer Freizeit durch Fernsehen, Computerspielen oder Surfen im Internet ab.

Der erste Schritt um den eigenen Ausgleich zu finden, ist ein neues Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln. Wann muss ich mich fordern? Wann brauche ich eine Pause? Was bedeutet es wirklich krank zu sein? Was will mir mein schmerzender Rücken sagen? Wann ist ein Medikament angebracht und wann nehme ich ein Schmerzmittel nur, um möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Unser Körper hat eine hohe Intelligenz, hinter der unser Geist oft zurück steht.

Wie hängen Verspannungen und Unwohlsein mit unserem Allgemeinbefinden zusammen? In meiner Diplomarbeit habe ich die Zusammenhänge von Stress und Erkrankungen des Bewegungsapparates bzw. Möglichkeiten der Therapie behandelt und verfolge das Thema mit großem Interesse.

Es kommt darauf an, für sich die richtige Balance zu finden. Weder übertreiben, noch untertreiben ist hilfreich. Zu viel, zu wenig oder falsches Bewegen ist ungesund. Diese nötige Balance arbeite ich mit ihnen heraus. Entgegen landläufiger Meinungen sind es dabei oft gar nicht die großen Sporteinheiten, sondern die Integration kleiner Elemente und kurzer intensiver Trainingseinheiten in den Alltag.